Hausgeld bei Kapitalanlage-Immobilien: Was Investoren wissen müssen
Das Hausgeld ist ein oft unterschätzter Kostenfaktor bei Eigentumswohnungen als Kapitalanlage. Es kann den Cashflow erheblich belasten — oder bei klugem Einkauf gut kalkuliert werden.
Was ist Hausgeld?
Das Hausgeld ist der monatliche Beitrag an die Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG). Es deckt:
- ●Betriebskosten (Heizung, Wasser, Müll, Versicherungen, Hauswart)
- ●Verwaltungskosten (WEG-Verwalter)
- ●Instandhaltungsrücklage (Reparaturen, Sanierungen)
Umlegbar vs. nicht umlegbar
Für Kapitalanleger entscheidend: Nicht alle Hausgeld-Bestandteile kannst du auf den Mieter umlegen.
Umlegbar (über Nebenkostenabrechnung):
- ●Heizung, Wasser, Müllabfuhr
- ●Gebäudeversicherung
- ●Hausmeister, Gartenpflege
Nicht umlegbar (trägst du als Eigentümer):
- ●Instandhaltungsrücklage (ca. 30–40 % des Hausgelds)
- ●Verwaltungskosten (ca. 25–35 €/Monat)
- ●Sonderumlagen
Rechenbeispiel
Hausgeld 350 €/Monat, davon:
- ●Umlegbare Betriebskosten: 200 €
- ●Instandhaltungsrücklage: 100 €
- ●Verwaltung: 50 €
Nicht umlegbar: 150 €/Monat — dieser Betrag mindert deinen Cashflow direkt.
Worauf du beim Kauf achten solltest
- ●Wirtschaftsplan der WEG anfordern
- ●Instandhaltungsrücklage prüfen: Ist sie ausreichend? Stehen Sanierungen an?
- ●Sonderumlagen der letzten Jahre checken
- ●Hausgeld-Höhe mit Vergleichsobjekten abgleichen
Nutze unseren Rechner, um das Hausgeld in deine Cashflow-Rechnung einzubeziehen.
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