Mietrendite nach Steuern: So rechnest du den AfA-Effekt ein
Die meisten Renditeberechnungen ignorieren den Steuereffekt — dabei kann die AfA-Steuerersparnis deine Rendite um 1–2 Prozentpunkte verbessern.
Warum Steuern die Rendite verändern
Mieteinnahmen sind steuerpflichtig, aber du darfst Werbungskosten abziehen:
- ●AfA (Abschreibung des Gebäudeanteils)
- ●Kreditzinsen (nicht die Tilgung)
- ●Verwaltungskosten, Instandhaltung, Versicherungen
Oft entsteht steuerlich ein Verlust — obwohl die Immobilie real Geld verdient. Diesen Verlust kannst du mit deinem Einkommen verrechnen.
Rechenbeispiel
Kaufpreis 250.000 €, Baujahr 2000, 80 % Gebäudeanteil, Grenzsteuersatz 42 %:
- ●AfA-Betrag: 250.000 × 0,80 × 0,02 = 4.000 €/Jahr
- ●Steuerersparnis: 4.000 × 0,42 = 1.680 €/Jahr (= 140 €/Monat)
Diese 140 €/Monat verbessern deinen Cashflow direkt.
Rendite vor vs. nach Steuern
- ●Nettomietrendite: 3,5 % (ohne Steuereffekt)
- ●Nettomietrendite nach Steuern: 4,3 % (mit AfA-Ersparnis eingerechnet)
Der Unterschied von 0,8 Prozentpunkten kann über 20 Jahre einen fünfstelligen Betrag ausmachen.
Wann ist der Steuereffekt besonders groß?
- ●Hoher Grenzsteuersatz (ab 35 %): Mehr Ersparnis pro Euro AfA
- ●Hoher Gebäudeanteil (ab 80 %): Größere AfA-Bemessungsgrundlage
- ●Neubau ab 2024 (3 % AfA statt 2 %): 50 % mehr Abschreibung
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