Tilgung bei Immobilien: Wie viel Tilgung ist sinnvoll?
Die Tilgung bestimmt, wie schnell du dein Darlehen zurückzahlst — und beeinflusst Cashflow, Restschuld und Risikoprofil deines Investments.
Wie funktioniert Tilgung?
Bei einem Annuitätendarlehen zahlst du eine feste monatliche Rate. Diese besteht aus:
- ●Zinsanteil: Sinkt über die Laufzeit
- ●Tilgungsanteil: Steigt über die Laufzeit
Je höher die anfängliche Tilgung, desto schneller ist das Darlehen getilgt — aber desto höher ist auch die monatliche Rate.
Tilgungsrate und Cashflow
Beispiel: 200.000 € Darlehen, 3,5 % Zinssatz
- ●1 % Tilgung: Rate 750 €/Monat — mehr Cashflow, aber 46 Jahre Laufzeit
- ●2 % Tilgung: Rate 917 €/Monat — ausgewogen, ca. 30 Jahre Laufzeit
- ●3 % Tilgung: Rate 1.083 €/Monat — schnell entschuldet, aber enger Cashflow
Was ist sinnvoll für Kapitalanleger?
- ●Mindestens 1 %: Sonst steigt die Restschuld bei Anschlussfinanzierung kaum
- ●Optimal 2 %: Guter Kompromiss zwischen Cashflow und Entschuldung
- ●3 %+: Nur wenn der Cashflow es hergibt
Sondertilgung: Ja oder nein?
Viele Darlehensverträge erlauben 5 % Sondertilgung pro Jahr. Vorteil:
- ●Flexibilität: Du zahlst nur, wenn du kannst
- ●Zinsersparnis über die Gesamtlaufzeit
Aber: Bei Kapitalanlagen kann es sinnvoller sein, das Geld in eine zweite Immobilie zu investieren statt sonderzutilgen — je nach EK-Rendite.
Restschuld bei Zinsbindungsende
Bei 10 Jahren Zinsbindung und 2 % Tilgung sind ca. 25 % des Darlehens getilgt. Die Restschuld muss dann zu neuen Konditionen refinanziert werden — ein Zinsänderungsrisiko.
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