Vollfinanzierung Immobilie: Chancen und Risiken ohne Eigenkapital
Eine Vollfinanzierung (auch 100-%-Finanzierung) bedeutet, dass die Bank den gesamten Kaufpreis finanziert. Die Kaufnebenkosten musst du in der Regel trotzdem aus Eigenkapital zahlen.
Was ist eine Vollfinanzierung?
- ●100-%-Finanzierung: Bank finanziert den Kaufpreis, du zahlst die Nebenkosten
- ●110-%-Finanzierung: Bank finanziert auch die Kaufnebenkosten (selten, teurer)
Vorteile
- ●Schneller Einstieg: Du brauchst weniger Eigenkapital
- ●Höhere EK-Rendite: Durch den Leverage-Effekt verzinst sich dein eingesetztes Kapital stärker
- ●Kapitalerhalt: Dein Eigenkapital bleibt für andere Investments verfügbar
Risiken
- ●Höhere Kreditrate: Die monatliche Belastung steigt erheblich
- ●Negativer Cashflow: Fast unvermeidbar bei Vollfinanzierung
- ●Zinsänderungsrisiko: Bei Anschlussfinanzierung kann die Rate stark steigen
- ●Überschuldung: Bei Wertverlust der Immobilie übersteigt das Darlehen den Marktwert
Rechenbeispiel
Kaufpreis 250.000 €, Kaufnebenkosten 25.000 €, Zinssatz 3,5 %, Tilgung 2 %:
- ●Mit 20 % EK (50.000 €): Darlehen 200.000 €, Rate 917 €/Monat
- ●Vollfinanzierung: Darlehen 250.000 €, Rate 1.146 €/Monat
Mehrbelastung: 229 €/Monat — das ist oft der Unterschied zwischen positivem und negativem Cashflow.
Für wen ist Vollfinanzierung sinnvoll?
- ●Hohes Einkommen mit Spielraum für negativen Cashflow
- ●Hoher Grenzsteuersatz (AfA-Effekt kompensiert teilweise)
- ●Immobilie mit überdurchschnittlicher Rendite (über 5 % brutto)
- ●Klare Strategie für den Vermögensaufbau
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